Hochiss Dalfazkamm

Wanderung im Rofangebirge am Achensee


Dalfazer Joch Panorama
Dalfazer Joch Panorama

Dalfazkamm 2233 m (Nur für Geübte)

Der Abstieg über den Dalfazkamm ist aussichtsreich, da von ihm immer wieder Ausblicke beidseits nach Osten und Westen ermöglicht werden. Außerdem ist er auch abenteuerlich, was bei Gratwanderungen häufig der Fall ist. Der schwierigste, aber nicht wirklich dramatische Abschnitt, ist die Kletterstelle am Dalfazer Roßkopf, der mit Drahtseilen gesichert ist. Zunächst verläuft der Pfad leicht absteigend in Richtung Dalfazer Joch, das ich bald erreichte. Der Gipfel selbst wird vom Hauptpfad umgangen, aber ein deutlich sichtbarer Nebenpfad zweigt ab und führt in fünf Minuten auf den Gipfel empor. Ein kleiner Abstecher, den man nicht versäumen sollte. Denn vom Gipfel gibt es einen schönen Blick auf das benachbarte »Steinrige Mannl«. Ein kleines Minigipfelkreuz ziert eine der beiden Spitzen des Mannls. Nun konnte ich auch wieder einen Blick auf ein Stück Achensee bei Pertisau werfen (Südwest). Ich sah das »Steinerne Tor«, das die Kotalm von der Dalfazalm trennt (Nordwest). Ich konnte den ganzen zurückgelegten Weg von der Hochiss sehr gut erkennen (Nordost). Und ich konnte schließlich die Heidachstellwand sehen, sowie darüber hinaus den beschneiten Alpenhauptkamm (Südost). Nachdem ich zum Hauptpfad zurückgekehrt war, führt dieser steiler hinunter am »Steinrigen Mannl« und an einem namenlosen Gipfel vorbei. Dann befand ich mich auf einem großflächigen, grasbewachsenen Hang und ich sah den Dalfazer Roßkopf vor mir. Der Pfad führt über den Hang weiter hinunter und auf die steile, abweisende Wand des Roßkopfes zu. Diese Wand sieht aus der Ferne unüberwindbar aus, aber ich wusste, dass es irgendwie klappen wird. Vor Ort sieht die Wand dann weniger bedrohlich aus. Mit Hilfe von Drahtseilen konnte ich die sehr steilen Passagen überwinden. Dennoch glaube ich, dass durch diesen komplizierten Abschnitt die Überschreitung des Dalfazkammes für Kinder und Hunde ungeeignet ist. Erstaunlich schnell stand ich nach dem Kraxeln oben auf dem Roßkopf, der von einer Wetterstation markiert wird. Im Rückblick erkannte ich den herunterführenden Pfad vom namenlosen Gipfel über den breiten, grünen Hang. Den südlichen Teil des Achensees bis Pertisau konnte ich nun voll einsehen. Und das nächste Etappenziel, die Rotspitze, war jetzt zum Greifen nah.


Kotalm & Steinernes Tor
Kotalm & Steinernes Tor
Dalfazer Roßkopf
Dalfazer Roßkopf
Roßkopf Panorama Nord
Roßkopf Panorama Nord
Roßkopf Panorama Ost
Roßkopf Panorama Ost